"Die größte Offenbarung ist die Stille" - Laotse

Yoga/Rajadhiraja Yoga

Worum geht es beim Yoga?

Die grundlegendste Bedeutung des Wortes „Yoga“ ist Vereinigung.
Gemeint ist dabei die Vereinigung der individuellen mit der kosmischen Essenz, dem individuellen mit dem kosmischen Bewusstsein, der individuellen Erfahrung von begrenzten Freuden und Schmerzen mit der kosmischen Erfahrung des Unbegrenzten: unendliches Glück, vollkommener Frieden und Zufriedenheit – Glückseligkeit (Nondual).

Von dieser Glückseligkeit fühlen wir uns alle angezogen und wir streben danach in all unseren Aktivitäten, ob bewusst oder unbewusst.
Mit begrenzten Dingen erreichen wir die Glückseligkeit nicht, sie bereiten uns meist nur für eine gewisse begrenzte Zeit Freude und Zufriedenheit.
Der einzige Weg zur Glückseligkeit ist, das eigene Bewusstsein ins Unendliche zu erweitern, den Verstand zu transzendieren und in das Reich des Kosmischen einzutreten, welches endlos und ewig ist.

Yoga ist somit ein Weg zur Selbsterkenntnis mit dem Ziel, Glückseligkeit zu erlangen.
Rajadhiraja Yoga ist ein allumfassender systematischer Weg für die Entwicklung des Körpers, des Geistes und der Seele der zur vollständigen Erfahrung des Unendlichen führt, was im Yoga „Selbstverwirklichung“ genannt wird.

Es ist eine Synthese von Prozessen zur Entwicklung des Geistes hin zum höchsten spirituellen Fluss, wobei die Essenz die praktische und kontinuierliche Erweiterung des Geistes ist. Ziel ist die allseitige Erhebung des Menschen, sowohl individuell als auch kollektiv. Es ist eine umfassende Antwort auf die Sehnsucht und das Steben des Menschen.

RajadhirajaYoga – wesentliche Aspekte –

1. Ursprung

Stammt aus den Techniken des Shiva-Tantra, welches älter als 7000 Jahre ist. Die ursprüngliche Systematisierung von Shiva wurde über die Zeit hinweg verzerrt, missverstanden und Teile gingen verloren, da diese nur in mündlicher Form überliefert wurden. Vor etwa 2100 Jahren wurden diese überlieferten Techniken durch Patanjali in das von ihm als Astanga-Yoga (achtgliedriges Yoga) umsystematisiert. Dieses Yoga wurde von

Swami Vivekananda als Raja Yoga (das Yoga der Könige) bezeichnet (Raja = königlich).
Ashtavakra, ein großer Heiliger, der vermutlich zeitlich vor Patanjali lebte (vor ca. 2200 Jahren) unterrichtete eine umfangreichere und umfassendere Form des Asthanga Yoga, das Rajadhiraja Yoga, der „Königsyogaweg der Könige“.

Die heutige Form dieses Weges nutzt den achtgliedrigen Pfad von Patnajali als Grundlage, klärt und korrigiert Fehlinterpretationen und passt den Ansatz mit neueren Ergänzungen aus der Psychologie und der veränderten Lebensweise an das moderne Leben an.
Das Rajadhiraja-Yoga von heute ist der bislang vollständigste Yoga-Ansatz zur Entwicklung von Körper, Geist und Seele.
Neben einem System von Yoga-Asanas, Mudras und Bandhas umfasst es auch Tiefenentspannung, Selbstmassage und spezielle Meditationsformen.

2. Asanas

Im Westen haben wir den Begriff „Yoga“ mit den yogischen Körperhaltungen gleichgesetzt, die jedoch nur einen kleinen – wenn auch wichtigen – Teil des gesamten Systems ausmachen. Der Begriff Yoga impliziert vielmehr eine ganze Lebensweise, in der die Yogaposen nur einen von vielen Aspekten darstellen.

In der Sanskrit-Sprache werden die Yogastellungen Asanas genannt. Asana bedeutet „eine Haltung, die körperliches Wohlbefinden und geistige Gelassenheit erzeugt“.

Asanas wirken auf die Drüsen, Nerven, Muskeln und alle Organe des Körpers. Es gibt viele körperliche Vorteile, aber der wichtigste Effekt ist, dass die Asanas Druck auf die endokrinen Drüsen ausüben, was zu einer Regulierung der Hormone führt, die von diesen Drüsen ausgeschüttet werden. Die Hormone stehen in engem Zusammenhang mit unseren Gefühlen, und das daraus resultierende emotionale Gleichgewicht erleichtert die Konzentration.

3. Vorteile der Asanas, wie sie im Raja Dhiraja Yoga praktiziert werden:

– balancieren die Hormonausschüttung der endokrinen Drüsen
– erhöhen die Flexibilität des Körpers
– verbessern die Atmung sowie den Blut- und Lymphkreislauf
– massieren die inneren Organe
– entspannen die Nerven und Muskeln
– helfen bei der Heilung von Krankheiten

4. Selbstmassage

Nach dem Üben der Asanas sollte eine Hautmassage durchgeführt werden, bevor man sich für mindestens zwei Minuten in die Tiefenentspannung (Shavasana) legt. Die Hautmassage hilft bei der Absorption der Talgöle, die während der Übungen auf natürliche Weise auf die Hautoberfläche abgesondert werden.
Vorteile der Hautmassage:

– erhöht den Glanz und die Geschmeidigkeit der Haut – entspannt und revitalisiert die Nerven
– steigert die Blut- und Lymphzirkulation
– harmonisiert die Lebensenergie (Prana) des Körpers

5. Tiefenentspannung

Die Tiefenentspannung ist besonders wichtig für Menschen, die viel geistige Arbeit verrichten. Wann immer man sich geistig erschöpft fühlt, können schon ein paar Minuten ausreichen, um sich zu verjüngen und neu zu beleben. Die Tiefenentspannung gibt dem Körper die Möglichkeit, die aus den Asanas gewonnene positive Energie aufzunehmen. Sie baut auch Stress ab, senkt den Blutdruck und verringert das Schlafbedürfnis.

Vorteile der Tiefenentspannung:
– löst die „Entspannungsreaktion“ aus, die dem Winterschlaf ähnelt – baut Stress ab
– senkt den Blutdruck
– stärkt das Herz
– entspannt die Nerven und Muskeln
– senkt das Schlafbedürfnis

Die Tiefenentspannung, die am Ende einer Yogastunde und zwischen bestimmten Yogastellungen durchgeführt wird, gibt dem Körper die Möglichkeit, die durch die Praxis gewonnene Energie zu verarbeiten.

6. Verwendung von Hilfsmitteln

In dieser Form des Yoga werden Hilfsmittel aus folgenden Gründen sparsam eingesetzt:
Hilfsmittel, auch wenn sie in den meisten Schulen der modifizierten Yogaformen modisch eingesetzt werden, behindern oft die volle Wirkung der Haltungen. Sie verzögern auch die Beherrschung bestimmter Haltungen, und die Yogaschüler bleiben über lange Zeiträume auf den Gebrauch von „Krücken“ angewiesen. Daher sind Stützen nur bei der Ausführung bestimmter Asanas hilfreich.

Stattdessen werden die Schüler angehalten, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen und die Haltungen nur so weit zu üben, wie sie sich angenehm anfühlen und keine Schmerzen verursachen.

Es wird nicht erwartet, dass sie die Haltungen von Anfang an perfekt ausführen, sondern dass sie auf ihren Körper hören und entsprechend ihren Fähigkeiten üben. Mit den im Laufe der Zeit zunehmenden Fähigkeiten beherrschen sie die Haltungen allmählich, während sie den vollen Nutzen aus ihnen ziehen.
Dank dieses Ansatzes machen sie bereits nach wenigen Monaten große Fortschritte.

7. Astaunga Yoga (auch als Ashtanga Yoga geschrieben)

Ein kurzer Überblick über die acht Glieder des Yoga (Ashtanga Yoga):
1. Yama
2. Niyama (Yama und Niyama sind die zehn moralischen Prinzipien, die die Grundlage der yogischen Lebensweise bilden)
3. Asanas (yogische Körperhaltungen) 4. Pranayama (Atemkontrolle)
5. Pratyahara (Rückzug des Geistes von äußeren Objekten, als Vorbereitung auf innere Praktiken)
6. Dharana (Konzentration)
7. Dhyana (Meditation)
8. Samadhi (vollständige Absorption in das Objekt der Meditation)

Termine

Finden Sie hier aktuelle Kurse für Yin-Yoga.
Meine Yin-Yoga-Kurse finden im „Shisandra“- Zentrum für Körper, Geist und Seele zu folgenden Zeiten statt:

● Mittwochs 18:30 – 20:00 Uhr
● Donnerstags 18:30 – 20:00 Uhr
(Quereinstieg möglich!)

● Individuelle Einzeltermine nach Vereinbarung

Workshopreihe

Die Chakren stärken

  1. Teil: Mulhadhara Chakra: Januar 2024 (9.30 – 17:30 Uhr)
  2. Teil: Svadhisthana Chakra: Februar 2024 (9.30 – 17:30 Uhr)
  3. Teil: Manipura Chakra : März 2024 (9.30 – 17:30 Uhr)
  4. Teil: Anahata Chakra : Mai 2024 (9.30- 17.30 Uhr)
  5. Teil: Vishuddha Chakra: Juni 2024(9.30 – 17:30 Uhr)
  6. Teil: Ajna Chakra: September 2024(9.30 – 17:30 Uhr)
  7. Teil: Shasrara Chakra: Oktober 2024(9.30 – 17:30 Uhr)

 

Infos und Anmeldung

Bitte melden Sie sich vorher telefonisch +491729359060
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An Feiertagen finden die wöchentlichen Kurse nicht statt.
In den Schulferien finden die Kurse nach Absprache statt.
Auf Anfrage biete ich auch individuelle Yin-Yoga-Kurse
und individuelle Yin-Yoga- Einzelstunden nach Vereinbarung an.

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